Urlaubsfreuden in Schwarz-Weiß – Die 3. Staffel

Einige ernste Worte vorweg: Urlaub mit den Katzen Schwarz und Weiß ist Abenteuer pur und nichts für zarte Gemüter. Der nachfolgende Bericht orientiert sich an den Notizen der Menschenfrau, die 14 Tage mit Sack und Pack Mann und Tochter in die dänische Wildnis zog, um das schwarz-weiße Urlaubsgebahren zu dokumentieren. Dem Publikum wird keine Schandtat vorenthalten und neben den schwarz-weißen Freuden werden auch die Schattenseiten und Verluste (Eidechse „Echsi“; Eidechsenschwanz „Noname“; unzählige Grashüpfer, Schmetterlinge, Fliegen und etliche Federn) zu Wort kommen.

Ich kann so nicht arbeiten! Gnah! Katze Weß fällt gerade kopfüber vom Kratzbaum. Aus der Rückenlage! Aaargh!

Fortsetzung folgt

Erste Frühlingsboten

Frühling läßt sein weißes Fell
(frei nach Eduard Mörike)
 
Frühling läßt sein weißes Fell
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte 

lockten  Katze Weiß recht schnellVeilchen träumen schon,
Wollten balde kommen
Doch, von fern ein dickes Hinterteil setzt sich nieder wie Beton.Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen! 

Der Katze ihr Liebstes

… ist häufig ihr Spielzeug. Katze Weiß schleppt seit Urzeiten eine wirklich peinliche, völlig ramponierte und zerfledderte Katzenangel mit sich herum, die ich aber auf gar keinen Fall entsorgen werde, denn es ist so ziemlich das einzige Teil, mit dem sie wirklich ausdauernd spielt.

Katze Schwarz ist da aufgeschlossener. Neben ihrem heißgeliebten Bällchen spielt sie auch gerne mit Katzenangeln und Spielmäusen. Und im Gegensatz zu Katze Weiß turnt sie auch häufig allein mit ihrem Spielzeug durch die Gegend. Noch häufiger allerdings zweckentfremdet sie Dinge zu Katzenspielzeug, die ich auf den ersten Blick nicht unbedingt dafür geeignet gehalten hätte:

Den Spülbecken-Stöpsel haben wir bisher glücklicherweise immer irgendwann wieder gefunden, die Kühlschrank-Magnete werden jedoch stetig weniger. Katze Schwarz begnügt sich nämlich nicht damit, die Teile vom Kühlschrank zu pflücken, sondern stubbst sie anschließend auch noch in wilder Jagd quer über den gefliesten Küchenboden. Bis sie dann unter irgendeinem Küchenmobiliar verschwunden sind. Die Haargummis der Menschentochter hingegen sind noch in rauen Mengen vorhanden und dank Katze Schwarz sind immer mindestens 5 Stück sofort greifbar – egal, wo man sich gerade befindet. Und Füße haben ja die glückliche Angewohnheit, angewachsen zu sein 😉

Und womit spielen eure Stubentiger am liebsten? Zeigt doch mal!

P.S.: Der Vollständigkeithalber hier noch das Lieblingsspielzeug von Katze Weiß (ursprunglich waren unten mal Pfauenfedern dran, die sind aber mittlerweile bis auf den kümmerlichen Rest zerrupft):

Urlaubsfreuden in schwarz-weiß (8)

Die Sonne scheint und es ist angenehm warm.
Die Menschenfrau sitzt lesend auf der Terrasse.
Katze Schwarz hat sich in den Schatten unterm Auto verkrochen und beobachtet Schmetterlinge.
Katze Weiß hingegen hat ihre Liebe zum nicht mehr ganz so weißen Flokati entdeckt. Rücklings robbt sie sich quer über den Teppich und verdreht dabei genießerisch die Augen. Offenbar riecht der Flokati unwiderstehlich. In Anbetracht der Tatsache, dass auch durchgeschwitze T-Shirts, getragene Socken und müffelnde Turnschuhe geruchlich unwiderstehlich auf Katze Weiß wirken, möchte die Menschenfrau lieber nicht wissen, was sich sonst noch alles durch den Flokati gerobbt hat. Sie sinkt tiefer in den Liegestuhl und widmet sich ihrem Krimi.
Ein friedlicher Ferientag.
Irgendwann spricht der Menschenmann ahnungslos den folgenschweren Satz in die Stille:
„Schatz, wo ist denn eigentlich die Weiße?“ 
Ein Blick ins Wohnzimmer. Der Flokati liegt etwas derangiert, aber einsam und verlassen vor dem Sofa. Keine Katze weit und breit, weder weiß noch schwarz.
Schlechtes Zeichen.
Vermutlich hat sich Katze Weiß wieder an Katze Schwarz dran gehängt und die beiden treiben sich jetzt irgendwo im hüfthohen Gras herum. Großartig. 
Also raus, Katze Schwarz rufen.
Und sofort offenbart sich das große Übel:
Katze Schwarz kommt freudig von ihrem Platz unter dem Auto hervor und begrüßt die Menschfrau gurrend.
Katze Weiß folgt etwas später.
Aus der selben Richtung. Farblich ähnelt sie allerdings eher dem nicht mehr ganz so weißen Flokati.
Was uns dann unweigerlich eine Viertelstunde später zur Urlaubserkenntnis Nr. 2 führte:
Motorenöl lässt sich nur schwer mit Spüli aus Katzenfell waschen. 
Und Katze Weiß ist eine Wiedergeburt. Automechaniker war sie offenbar auch schon mal.